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Klimafreundliche & nachhaltige Ernährung

Klimafreundliche & nachhaltige Ernährung

Der heutige Weltgesundheitstag (7. April 2022) steht unter dem Motto „Our plant, our health“ (= Unser Planet, unsere Gesundheit). Die WHO (=Weltgesundheitsorganisation) möchte darauf aufmerksam machen, dass der Klimawandel auch unsere Gesundheit negativ beeinflusst. Sei es durch hitzebedingte Todesfälle, Hautschädigungen durch UV-Strahlung, Ausbreitung von infektiösen Insektenarten oder Verlängerung der Pollenflugzeiten – um hier nur einige Beispiele zu nennen.

„Klimaschutz ist Gesundheitsschutz“, sagt die WHO. Auch im Bereich Ernährung gibt es Bestrebungen den Klimaschutz durch eine entsprechende Ernährungsweise zu fördern. Und dieser Trend steht hoch im Kurs. Eine Gruppe von Ernährungsexperten, die jedes Jahr über die größten Ernährungstrends berichtet, konnte herausfinden, dass vielen Menschen sogar der Klimaschutz bei ihrer Ernährungsweise wichtiger ist als die eigene Gesundheit.

Doch „klimafreundlich und nachhaltig“ sollte sich nicht mit „gesund“ widersprechen. Das sieht weltweit auch die WHO, indem sie sich für „Sustainable Healthy Diets“ (nachhaltige gesunde Ernährungsweisen) ausspricht. Die EAT-Lancet Kommission , ein länderübergreifender Zusammenschluss von Wissenschaftlern aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Nachhaltigkeit und Politik, entwickelten bereits 2019 die „Planetary Health Diet“. 

Auch auf Bundesebene bei uns in Deutschland gibt es Konzepte wie die „Big Four“, welche eine nachhaltige Ernährung über die vier großen Felder „Gesundheit, Soziales, Umwelt und Tierwohl“ erreichen wollen. Die Bundesweite Strategie „Zu gut für die Tonne“ ist ein Teil der Umsetzung des Konzeptes. Weitere Ansätze sind zum Beispiel das „Food Sharing“ und immer mehr werdende „Unverpacktläden“.

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Am besten: nachhaltig UND gesund

Für mich als Ernährungsberaterin steht der Faktor Gesundheit an erster Stelle. Wenn ich selbst nicht gesund bin, kann ich auch schwerer etwas für andere oder meinen Planeten tun. Wenn ich mich allerdings ausschließlich für mich selbst interessiere ohne Rücksicht auf Verluste, lebe ich auch irgendwann auf einem Planeten, der mir nicht mehr viel für meine eigene Gesundheit geben kann. Daher sehe ich es auch als meine Aufgabe – denn dafür wurde ich ebenso als Ernährungswissenschaftlerin ausgebildet – die persönlichen Belange für die eigene Gesundheit mit der Gesundheit unseres Planeten in Einklang zu bringen.

Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen

Aristoteles
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Der ökologische Fußabdruck als Indikator für Nachhaltigkeit

Aus meiner Sicht ist beides vereinbar. Wenn ich mir „typische“ Themen aus diesem Bereich anschaue wie zum Beispiel „Was kaufe ich am besten ein?“, „Welche Vorräte lege ich mir wie an?“,  „Wie plane ich am besten?“, sind dies auch immer Fragen, die bei fast allen Ernährungsthemen auftauchen. Bei der Beantwortung kann ich sowohl den individuellen Gesundheitsaspekt als auch die Alltagstauglichkeit sowie auch die Nachhaltigkeit berücksichtigen.

Daher kann ich mich sehr gut mit dem Schlagwort der WHO „Sustainable Healthy Diets“ identifizieren. Es beinhaltet alle Faktoren und durch den Plural (Diets) wird dabei auch die Individualität berücksichtigt. Es gibt also nicht DIE EINE nachhaltige und gesunde Ernährungsweise, sondern viele Möglichkeiten einer guten Umsetzung. 

Wenn Sie wissen möchten, welchen Beitrag Sie ganz persönlich leisten können, ohne dabei Ihre eigene Gesundheit außer Acht zu lassen, sind Sie bei einer Ernährungsexpertin wie mir genau richtig.

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